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Geschrieben von Uli G. am 23.07.2026 um 22:45:

Sowas habe ich vor ca. 20 Jahren mal an meiner Evo Fatboy getestet, aus Aluminium gedreht, mit kleinen Schrauben innen im Lufi befestigt. Bin damals wieder davon abgekommen, weil sich die Schrauben immer wieder gelöst haben (trotz Schraubensicherung), bzw. das Blech des Lufis dann Risse zeigten. War in Alu wohl zu schwer (innen nicht ausgedreht, dann wäre kaum Platz für die Gewinde gewesen, und der Evo-Motor ist schon ganz schön rappelig Augenzwinkern ), und ich bekam dann Angst, daß die Spitze sich ev. auch verselbstständigen könne und im Motor landet unglücklich . Als Druckteil aus Kunststoff dürfte das deutl. leichter sein, und wenn sich von der Spitze was verabschiedet, wird das wohl eher im Brennraum plattgedrückt, als daß es Schaden anrichtet.
Gut gelöst.

Uli


Geschrieben von stachri am 23.07.2026 um 23:16:

zum zitierten Beitrag Zitat von Uli G.
Sowas habe ich vor ca. 20 Jahren mal an meiner Evo Fatboy getestet, aus Aluminium gedreht, mit kleinen Schrauben innen im Lufi befestigt. Bin damals wieder davon abgekommen, weil sich die Schrauben immer wieder gelöst haben (trotz Schraubensicherung), bzw. das Blech des Lufis dann Risse zeigten. War in Alu wohl zu schwer (innen nicht ausgedreht, dann wäre kaum Platz für die Gewinde gewesen, und der Evo-Motor ist schon ganz schön rappelig Augenzwinkern ), und ich bekam dann Angst, daß die Spitze sich ev. auch verselbstständigen könne und im Motor landet unglücklich . Als Druckteil aus Kunststoff dürfte das deutl. leichter sein, und wenn sich von der Spitze was verabschiedet, wird das wohl eher im Brennraum plattgedrückt, als daß es Schaden anrichtet.
Gut gelöst.

Uli

Danke Uli. Meine Variante ist federleicht, weil das Teil im Innern eine Wabenstruktur hat. Wahrscheinlich würde es auch mit blossem Doppel-Klebeband halten - habe aber trotzdem noch mit einer Blechschraube gesichert. Abbrechen kann da eigentlich auch nichts, da der Kunststoff sehr zäh ist. Im schlimmsten Fall rappelt es einfach im Luftfilter 😁

Die Technologie entwickelt sich weiter: Du kannst dir ja ein Kunststoffteil drucken lassen, angepasst an deinen Luftfilter 😊
Die Eckwerte sind ja einfach: Die Grundfläche (Klebefläche) sollte so gross als möglich sein und die Spitze sollte nicht in den Ansaugstutzen hinein reichen, sodass es keine Ansaug-Querschnittverengung gibt.


Geschrieben von KMWTeam am 24.07.2026 um 07:32:

Welcher Kunststoff wurde denn verwendet?

Viele Grüße


Geschrieben von stachri am 24.07.2026 um 09:14:

zum zitierten Beitrag Zitat von KMWTeam
Welcher Kunststoff wurde denn verwendet?

Viele Grüße

Das Teil ist aus ABS geferigt. 

Gruss stachri


Geschrieben von KMWTeam am 24.07.2026 um 09:31:

Nur als kleiner Tip für mögliche Upgrades:

Teil in ASA drucken, ist noch mal etwas Widerstandsfähiger und dann mit Aceton die Oberfläche anschmelzen lassen.
Entweder bedampfen oder mit Pinsel einstreichen. Sorgt für höhe Schlagfestigkeit, höhere layer adhesion und eine glatte Oberfläche.

Viele Grüße


Geschrieben von Road King Spezial 22 am 24.07.2026 um 10:34:

Möglichst perfekte Luft - und Spritversorgung und das ganze richtig verwirbelt, Vor - u. in der Brennkammer, (Füllung) sind beim Verbrenner nun mal das A&O; Kraftstoff - Luftgemisch u. exakt dazu passenden Motorsteuerzeiten u. umgekehrt. AFR u. VE etc. hatten wir alles schon endlos durchgekaut.
Fakt war bei meinem M8 114 nach Stage II Optimierung, als ich den KN LuFi mit dem blöden Gewinde - Stift innen - mitten im Weg - saublöd -  gegen den 20% dickeren Arlen Ness ausgteauscht hatte (völlig frei innen) und die Angsten Tallbomb für den umgekehrten Venturi Effekt montiert und alles noch mal auf der Strasse kplt. erfasst u. nachgemappt hatte, (mit Super plus 100 Oktan), lief die Karre 1A und noch mal geschmeidiger besser u. völlig ruckfrei von unten nach oben. Auf jeden Fall hatte die Angsten was gebracht und die Luftverwirbelungen in der Brotdose beruhigt und im Manifold Eingang durch den umgekehrten Venturi Effekt bei der Ansaugung des Volumenstrom beschleunigt, durch das umgekehrte Venturi Prinzip. Natürlich dann bei 100% Throttle (WOT) bei Drosselklappe 100% offen, (über EFI) gegenüber max. 86% OEM Öffnungswinkel und dem besseren Metall Manifold. (< Srömungswiderstände) Das ist physikalisch nun mal alles besser gewesen und in der Fahr-Praxis Vorher-nachher war das nun einmal alles deutlich spürbar.
Jedenfalls lief der M8 114 bei mir 20.000 km ganz hervorragend.....1 A. Abgegeben ohne Ölverbrauch zwischen den Ölwechseln (bei mir alle 5.000 km od. 1 x p.a.). Der Kraftstoffverbrauch (Super plus 100 Oktan, darauf gemappt) lag mit ca. 0,5 ltr. u. mehr, deutlich unter den OEM Angaben. 
Bei meinem aktuellen Screamin Eagle 121 in der CVO ST ist alles anders, da muss ich erst mal rein finden......
Viel muss ich da nicht mehr machen. GGf. Heavy Breather Extreme, gegenüber dem OEM LuFi  = größer bzw. vorne offen, J&H (Klappen auf) AGA und auf'n Prüfstand IST - Aufnahme u. dann entscheiden was, wo und wie. 
Ggf. mappen und/oder auch nur in einem spezifischen Fahrmodus wenn das geht. Da gibt es bei der CVO ST unterschiedliche Fahrmodi, z.B. OEM Cruise, Sport, Track u. Track + und dann noch 2 Kanäle frei, die man selber konfigurieren kann usw. also Einfluss auf die Elektronik und Mapping hat.
...andere Welt.....muss man sich erst mal in Ruhe mit beschäftigen ob und was da überhaupt noch wie Sinn macht.
Ggf. nur J&H + LuFi, Stage I mapping für Basis Set Up und noch mal schärfer in einem Track Modus usw....

__________________
4 Räder bewegen den Körper, 2 Räder den Geist!


Geschrieben von Uli G. am 24.07.2026 um 11:36:

Und was hat das alles mit dem Kegel zur Strömungsberuhigung/~Optimierung im Luftfilter zu tun?


Geschrieben von stachri am 24.07.2026 um 22:57:

zum zitierten Beitrag Zitat von KMWTeam
Nur als kleiner Tip für mögliche Upgrades:

Teil in ASA drucken, ist noch mal etwas Widerstandsfähiger und dann mit Aceton die Oberfläche anschmelzen lassen.
Entweder bedampfen oder mit Pinsel einstreichen. Sorgt für höhe Schlagfestigkeit, höhere layer adhesion und eine glatte Oberfläche.

Viele Grüße

ABS ist ein sehr zäher Kunststoff. Ich habe keinerlei Bedenken, dass da etwas schlapp machen wird. Es ist seit mehreren hundert Kilometer im Einsatz und zeigt keinerlei Schwächen.

In der Aerodynamik ist eine absolut glatte Oberfläche nicht immer die beste Lösung. So hat zum Beispiel ein Golfball mit seiner nicht glatten Oberfläche einen geringeren Luftwiderstand und fliegt viel weiter als ein Golfball der völlig glatt wäre. Auch hat man herausgefunden, das die sehr raue Haut eines Hais den Wasserwiderstand beim Schwimmen vermindert. So erstaunt es nicht, dass es unter Motortunern Verfechter gibt, die eine Politur von Ansaugkanälen ablehnen.

Die Hauptaufgabe dieses Strömungsteils ist es, die Zone des Luftfilter wo sich Turbulenzen bilden - nämlich dort wo die rundum angesaugte Luft aufeinander trifft - aufzufüllen, um die Ansaugluft wirbelfrei weiterzuleiten.

Selbstverständlich kann jeder so ein Teil selbst nach eigenen Vorlieben (weiter-)entwickeln.


Geschrieben von motorcycle boy am 24.07.2026 um 23:24:

Hängt damit zusammen, dass sich auf einer  glatten Oberfläche eine laminare Grenzschicht bildet, je glatter, desto dicker, die sich zunehmend gegen ihren äußeren Rand praktisch nicht bewegt und damit den Strömungsquerschnitt reduziert. 

Nebenbei bildet sie mangels Beweglichkeit ihrer kleinsten Teilchen auch eine Art wärmeaustauscharme Isolierschicht, weswegen Harley für seine Zubehörölkühler bis TC mit den inneren Turbulatoren warb, die durch gewünschte Turbulenzen die laminare Grenzschichtbildung verhindern. 

Bei Luftströmung ist im Ansaugtrakt eigentlich Luftberuhigung angestrebt, aber die Unterbindung der laminaren Grenzschicht und der damit erzeugten Querschnittsreduktion ist in der Gesamtbilanz wirksamer als die leicht negativen Folgen der Verwirbelungen durch die feste Wand.

__________________
„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)


Geschrieben von stachri am 25.07.2026 um 00:45:

zum zitierten Beitrag Zitat von Road King Spezial 22
Auf jeden Fall hatte die Angsten was gebracht und die Luftverwirbelungen in der Brotdose beruhigt und im Manifold Eingang durch den umgekehrten Venturi Effekt bei der Ansaugung des Volumenstrom beschleunigt, durch das umgekehrte Venturi Prinzip.

Die Angsten Tallbomb ragt in den Ansaugstutzen hinein und macht nichts anderes als dessen Ansaugquerschnitt zu verkleinern. Jede Querschnittverengung hat eine Beschleunigung der bewegten Luft zur Folge (Venturi-Effekt). Der selbe Effekt hätte auch ein um 1-2 mm verkleinerter Ansaugstutzen, da auch dies die Geschwindigkeit der angesaugten Luft bei niedrigeren Drehzahlen erhöhen würde. Bei niedrigeren Drehzahlen hat dies gewiss seine Vorteile, da eine erhöhte Geschwindigkeit der Ansaugluft die Füllung der Zylinder begünstigt. Die Krux daran ist, dass bei hohen Drehzahlen der verminderte Durchmesser die Höchstleistung des Motors beschneidet.

Moderne Motoren erhöhen die Geschwindigkeit der Ansaugluft bei niedrigen Drehzahlen indem sie den Ventilhub mindern, eines von zwei Einlassventilen abschalten, oder Schaltsaugrohre verwenden - ohne bei höheren Drehzahlen die Höchstleistung zu beeinträchtigen. Ich bin überzeugt, dass deine Maschine ohne Angsten Tallbomb eine höhere Spitzenleistung hätte. Dass deine Maschine untenrum besser fährt kann ich nachvollziehen.

Was mich an der Angsten Tallbomb schon immer gestört hat ist auch, dass das Teil eigentlich falsch rum montiert wird. Das "stumpfere" Ende eines aerodynamisch relevanten Teils wird eigentlich immer gegen die Luftströmung montiert und nicht auf der abgewandten Seite. Der begrenzte Platz zur Drosselklappe hin hat wohl zu dieser Lösung beigetragen... Ich bin ziemlich sicher, dass die Luftströmung am stumpfen Ende abreisst und vor der Drosselklappe Luftwirbel erzeugt. Die 4 Haltestreben tragen gewiss auch nicht zur Luftstromberuhigung im Ansaugstutzen bei. Wie die Angsten Tallbomb die Luft im Luftfilterkasten beruhigen soll erschliesst sich mir auch nicht.


Geschrieben von KMWTeam am 25.07.2026 um 06:22:

zum zitierten Beitrag Zitat von stachri
zum zitierten Beitrag Zitat von KMWTeam
Nur als kleiner Tip für mögliche Upgrades:

Teil in ASA drucken, ist noch mal etwas Widerstandsfähiger und dann mit Aceton die Oberfläche anschmelzen lassen.
Entweder bedampfen oder mit Pinsel einstreichen. Sorgt für höhe Schlagfestigkeit, höhere layer adhesion und eine glatte Oberfläche.

Viele Grüße

ABS ist ein sehr zäher Kunststoff. Ich habe keinerlei Bedenken, dass da etwas schlapp machen wird. Es ist seit mehreren hundert Kilometer im Einsatz und zeigt keinerlei Schwächen.

In der Aerodynamik ist eine absolut glatte Oberfläche nicht immer die beste Lösung. So hat zum Beispiel ein Golfball mit seiner nicht glatten Oberfläche einen geringeren Luftwiderstand und fliegt viel weiter als ein Golfball der völlig glatt wäre. Auch hat man herausgefunden, das die sehr raue Haut eines Hais den Wasserwiderstand beim Schwimmen vermindert. So erstaunt es nicht, dass es unter Motortunern Verfechter gibt, die eine Politur von Ansaugkanälen ablehnen.

Die Hauptaufgabe dieses Strömungsteils ist es, die Zone des Luftfilter wo sich Turbulenzen bilden - nämlich dort wo die rundum angesaugte Luft aufeinander trifft - aufzufüllen, um die Ansaugluft wirbelfrei weiterzuleiten.

Selbstverständlich kann jeder so ein Teil selbst nach eigenen Vorlieben (weiter-)entwickeln.

ABS ist ein guter Werkstoff und sicherlich für die Anwendung ausreichend da nicht UV Strahlung ausgesetzt, auch von seinen reinen Eigenschaften. Am Ende geht es bei Glättung des Kunststoffs Hauptsächlich um eine Minderung des Hauptproblems bei der 3d Druck Fertigung: Der Schichtweise Aufbau

Die Limitierung der Konstruktion ist daher nicht der Kunststoff sondern die Fertigungstechnik denn die Teile reißen eher nicht weil der Kunststoff an seine Grenze kommt, sondern eher die Schichten. Die Glättung sorgt dann für einen Verschweißung der Schichten und damit höhere Adhesion dieser. 

Am Ende ist es nur ein Vorschlag was man noch Optimieren könnte, nichts gegen die Konstruktion an und für sich. Den Vergleich der Rauhigkeit mit Strömunsoptimierten Golfbällen, an denen Jahre lang optimiert wurde, Millionen Jahre Evolution bei der Haihaut finde ich etwas befremdlich, aber auch da, so lange es funktioniert ist doch alles gut.

Viele Grüße