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Gefragt wurde von user Tolot das Racer und nicht das Racing, andere Artikelnummer! 😉
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Wir werden nicht grau, wir werden chrome....
Wo gehstn hin? Motorrad fahren. Warst du doch gestern erst. Ja, bin aber nicht fertig geworden.....

Jedem das seine...
Für meinen M 8 114 Stage II bei unserem Durchschnittsklima im Norden und meinem überwiegenden Betriebsprofil = Cruisen auf Langstrecke, ist mir ein 60er Öl - wenn der Motor nicht im Rennbetrieb glühend heiß wird -, viel zu dick und nicht geeignet.
Ich bleibe beim SYN 3 SAE 15W-50 mit HD Freigabe u. Empfehlung. Aber glauben ist nicht wissen und ich folge nicht wie ein Lamm, also meine erste Ölanalyse Oktober 2025 gezogen: Nach 5.000 km Öl Laufzeit, 1 Jahr alt, (von Oktober 2024, da hatte SYN 3, noch 20W50)
Bei 40°C = 129.19 mm²/s Viskosität. Bei 100°C = 16,52 mm²/s. Viskositätsindex 137. Insgesamt für das 20W50 SYN 3 aus Oktober 2024 also alles noch innerhalb der gültigen Grenzen der Viskositätsspezifikation gegenüber dem SYN 3 20 W-50 SAE 50 Frischöl.
BN (Basenzahl TBN) lag mit 6.61 mgKOH/g noch halbwegs gut im Rennen (PKW 7-10 für optimale Abgasreinigung) aber nicht mehr so gut (bei 3 muss gewechselt werden) Das Schmutztragevermögen mit 96 % war gut (30 % ist dead end)
Jedoch war die Oxidation mit 1 A/cm am Ende. Ja, Öl oxydiert!
Diese bezieht sich auf den Messwert für die Ölalterung in der Infrarot-Spektroskopie (IR). Der Wert 1 beschreibt die normierte Absorption je Zentimeter Schichtdicke und gilt bei gebrauchten Motoren- oder Industrieölen bereits als kritischer Schwellenwert und deutliches Warnsignal für Schmierstoffabbau. Konkret in meinem Harley Motor Öl erst 1 Jahr alt und nur 5.000 km gelaufen = Ende = wechseln! Alles klar?
Der Viskositätsindex von 137 beschreibt das Temperatur-Verhalten des Schmierstoffs. Er gibt an, wie zähflüssig das Öl bei Temperaturwechseln bleibt. Ein Wert von 137 ist noch sehr hoch. Das bedeutet, dass das Öl bei Hitze nicht zu stark ausdünnt und bei Kälte nicht zu dickflüssig wird, was zu einem exzellenten Verschleißschutz führt. = Top = SYN 3. Es macht genau was es soll. Bei 40°C ist es mit 129.19 immer noch recht dickflüssig und entspricht einer kinematischen Viskosität exakt der Klassifizierung ISO-VG 150 für Industrieöle. Auch da kann ich keinen Fehler erkennen.
Bei 100°C = 16,52 entspricht das einem SAE 40 (üblicher Bereich 12,5 bis 16,3) bzw. einem SAE 50. Der Wert charakterisiert ein typisches, zähflüssigeres Einbereichs- oder Mehrbereichsöl für den Einsatz bei hohen Betriebstemperaturen. = Top! Der Rest der Ölanalyse interessiert hier weniger.
Fazit:
Das Screamin Eagle SYN 3 ist ein sehr guter Schmierstoff, musste aber schon nach nur 5.000 km, bzw. exakt 1 Jahr alt gewechselt werden, wegen der bereits fortgeschrittenen Oxidation = Alterung. Also weniger Verschleiß und Verschmutzung als mehr alterungs = verschleißbedingt.
(Das zum Thema alle 2 Jahre wechseln reicht - Nein, niemals)
Bei der Trockensumpfschmierung im M8 kommen beim Ölwechsel inkl. Filter 4,5 Liter raus von 4,9 Litern im System. 0,4 ltr. Altöl verbleiben im System. Rechtzeitige Ölwechsel sind für mich das A & O. Wartungsvorgaben interessieren mich nur bedingt, da ich grundsätzlich weit mehr als Herstellervorgaben erfülle und auf der Basis von Ölanalysen etc. meine eigenen Wartungspläne entlang der Vorgaben mache, jedoch viel früher und wesentlich häufiger, weit über Scheckheft und Betriebsstunden oder Km hinaus.
Bei meiner Harley bedeutet das im Ergebnis jetzt etwa alle 5000 km bzw. mindestens immer 1 x im Jahr, je nachdem was zuerst kommt. Die Ölanalyse gibt vor und ich fische nicht im Trüben sondern weiß es jetzt.
HD will generell mind. 1 x p. a. wechseln, richtig! Das zählt, egal wieviel der Motor gelaufen hat. Alternativ nach HD Vorgabe alle 5.000 mls / 8.000 km kann man mal machen wenn man auf große Tour geht, sonst zählen bei mir alle 5.000 km. Umgekehrt fordert HD bei vielen Kurzstrecken unter 16°C bereits alle 2.400 km (1.500 mls) Öl - und - filterwechsel und Sie wissen warum. Passt auch alles zusammen.
Rechtzeitiger Ölwechsel ist wesentlich wichtiger als alles andere.
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4 Räder bewegen den Körper, 2 Räder den Geist!
Ergänzung: Wenn Öl oxydiert, wird es dickflüssiger. Ist also bei unserem antiken Wälzlagermotor nicht so kritisch wie bei modernen Gleitlagermotoren.
Oxydation ist eine chemische Reaktion, bei der Sauerstoff chemisch eingebaut wird, das Öl „rostet“ also
. Ja, wirklich. Je höher die Motortemperatur, desto schneller verläuft die Reaktion. Das heißt, je heißer der Motor wird, umso kürzer sollten die Wechselintervalle sein .
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„I don‘t like valves that look like golf tees. Intake valves should be the size of trash can lids, and pistons should be the size of manhole covers“ (Jay Leno)
Du weißt ja gut Bescheid.....
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Man spricht auch von Korrosion. Öl korrodiert durch Oxydation und Verunreinigungen. Es kommt ja gerade eben nicht nur auf die Laufleistung in km und/oder Betriebsstunden an, sondern im Besonderen ja auch auf das Alter des Öles, bzw. wie lange ist es schon im Motor.
Da vermischt es sich als erstes ja nicht nur mit Sauerstoff, sondern mit restlichem Altöl u. Verunreinigungen im Motor. Bei jedem Motor verbleiben größerer Mengen Öl im System beim Ölwechsel. Das bekäme man nur mühsam raus mittels Ölspülung, aber auch nicht unkitisch.
Aufgrund der Oxydation / Korrosion - selbst wenn ein Motor nicht lief - wechsel ich das Öl mind. 1 x p. a. Heutzutage noch wichtiger wegen der Kraftstoffverdünnung im Öl durch die verschiedenen Abgasnachbehandlungen. (Gift für jeden Motor)
Was Laufleistungen angeht, abgestimmt über Ölanalysen / Trendanalysen, hatte ich im ganzjährigen Dauerbetrieb auf Mittel - u- Langstreckenprofil mit hoher Dauerleistung, (BAB) etlichen Kaltstarts, bis vor wenigen Jahren stumpf alle 250 Betriebsstunden gewechselt, nicht nach km LL sondern Betriebsstunden. Das entspricht - je nach Fahrzeug und Betriebsprofil im PKW - in etwa zwischen 11.000 u. 16.000 km, oder aber eben mind. einmal im Jahr, ggf. aber auch 2 und 3 x p. a. bei meinen PKW Motoren bei mehr Einsatz. (Diesel und Benziner) Longlife Intervalle alle 30 k km ? Never!
Das entspricht auch Ölwechsel-Intervallen bei Diesel - Generatoren nach Herstellervorgabe. Die drehen nur fest 1.500 U/min. (50hz) oder 1.800 U/min. bei 60 hz und laufen idealerweise auf 60 - 80% Motor-Last. Das ist eine gute Benchmark. 10.000 h Top end overhaul, 20.000 h Generalüberholung.
Im Großdieselbereich großer 4 - Takt Schnelläufer (ca. 1.800 - 2.300 RPM) Antriebsmotoren, kann man je nach Ölwanne (Fassungsvermögen - es gibt meistens 3 verschiedene Größen) alle 500 h Wechsel Intervalle erzielen, mit der mittleren Ölwanne u. ggf. mehr Betriebsstunden, wenn man nach Krafststoffverbrauch anststatt nach Stunden geht und man hat das Betriebsprofil drin. Aber mind. 1 x im Jahr Ölwechsel als Mindestanforderung sind gesetzt. Für die, die länger laufen im Jahr > 500 h, oder heavy duty commercial z. B. 5.000 h p. a. 24/7 geht man auf die große Ölwanne und kann damit bis 1.000 h Wartungsintervalle einrichten. Solche Motoren haben alle verschiedene Ölwannen für das Betriebsprofil p. a. = alle 250 h - 500 h - 1000 h Ölwechsel und das ist bei vielen auch dann in etwa an Litern der jeweilige Ölinhalt im Motor und mehr je nach Motorgröße. (Hubraum und Leistung)
Von HD sind all 5.000 mls. vorgeschrieben = alle 8.000 km oder aber einmal im Jahr, je nachdem was zuerst eintritt. Das ist die Mindestanforderung nach Wartungsvorgabe.
Bedeutet für meine Harley 1 x p. a. Öl - u. filterwechsel, jedes Jahr, unabhängig der LL, ansonsten bei mir alle 5.000 km und weniger u. ggf. bei mehr km p. a. eben ggf. auch 2 x Öl - u. filterwechsel u. mehr im Jahr. (Stage II) Langstreckenprofil ohne Kurzstrecken, wenig Stadtverkehr, minimale Kaltstarts nur etwa rund alle 80 bis 100 h. Hört sich vielleicht übertrieben an. Meine 1. Ölanalyse bei 15.000 km gezogen (nach 3 Ölwechseln = vor dem 4. Ölwechel) hat das jedoch für mich so ergeben.
Der M 8 114 in etwa 1,9 ltr. 2-Zyl. Motor mit Trockensumpfschmierung u. Ölkühler, hat eine Präzisions-Öl-Luftkühlung und damit hat das Öl noch erheblich mehr Kühlfunktion, als sonst schon und wird durch filigrane Ölkanäle durch die heißen Köpfe und 4 Auslassventile geleitet u. nach der Ölpumpe das dann rund 120°C heiße Öl bei Volllast über den feinmaschigen Ölkühler runtergegekühlt u. von dort wieder zurück in den Öltank usw. Das sind durchaus thermische Belastungen für jedes Öl mit erheblichen Temperaturunterschieden im Betrieb zur Kühlung und zuverlässi9ger Schmierung und das alles bei nur 4 1/2 ltr. Motoröl pro Wechsel inkl. Filter. Da gehe ich doch kein Risiko ein. Nur so kann ich ggf. über 100.000 km mit dem Motor schaffen und ggf. auch weit mehr.... die Ölanalysen - Trendanalysen werden es zeigen.
Die nächste Trendanalyse wird das Thema weiter erhellen.......
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4 Räder bewegen den Körper, 2 Räder den Geist!
Erst mal vielen Dank für die rege und fachlich anscheinend kompetente Beteiligung.
Leider muß ich sagen, daß ich von diesem Ölthema überhaupt nichts verstehe. Was heißt: Ich kann all diese Informationen, das Für und Wider, überhaupt nicht beurteilen, und bin darauf angewiesen, daß mir jemand sagt: Nimm dies oder jenes.
Ich habe nach dem genannten "Racer"-Öl aufgrund der Ausführungen in https://www.g-homeserver.com/forum/harley-davidson/131-harley-nockenwellen-06-motor-l-lanalyse-megol-shell-fuchs-motul gesucht, denn dort wird es nach wie vor als langjährig erprobt beschrieben. Als Laie würde ich annehmen, daß es nach all den Jahren zu entsprechenden Schäden geführt haben müßte, wenn es wirklich so untauglich sein sollte. Hier
Posting aus Welches Öl
berichtet auch ein hiesiger user von dessen Benutzung.
Aber wie gesagt, ich verstehe überhaupt nichts davon.
Wie sieht es mit dem von Revtech für die Tourer/RK bis 2016 angebotenen Öl
- z.B. https://www.rockabike-custom.com/products/mineral-motorol-20w50 -
aus? Das Argument, daß die Company die Bewerbung "Entwickelt für V Twin Motoren" wohl kaum dulden würden, wenn es nicht o.k. wäre, ist ja nicht von der Hand zu weisen.
Wenn man intellektuell nicht ausreichend aufgestellt ist, sollte man keine Ölfrage stellen!