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Geschrieben von rockerle69 am 27.11.2022 um 21:11:

Aloha,
Ölpumpe abbauen.
Dazu den vorderen Seegering mit abmachen und dann die Welle nach hinten ziehen.
In dem Aufwasch gleich die Ölpumpe checken ob da nicht doch was Kleines mit durch ging.

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Seitdem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.

Lieber stehend sterben als kniend leben.


Geschrieben von Rockford am 28.11.2022 um 00:25:

Hi rockerle69,

das habe ich mir fast schon gedacht, kann man denn die Ölpumpe so abbauen wenn der Motor noch im Rahmen steckt ?

Bestimmt, sonst hättest du das bestimmt erwähnt, ist halt nur saueng mit den Schrauben,

aber TOP - Danke dir für den guten Tipp.

Die Angst das da noch Stückchen sein können ist halt immer da nach so einem Desaster aber , man , wir fahren eine Harley, die verzeiht schon mal was, aber klar, werde nochmal genau Ausschau halten.

Gut das nix von den großen Teilen in die anderen Zahnräder kam, dann wäre es bestimmt zur Motorblockierung beim ausrollen gekommen und was das bedeutet hätte ...........

Sollte ich auch noch die Ölwanne abschrauben und mal reinschauen ?

Mal eine Frage zum Nockenwellenlager, ich vermute das ein besseres Lager vor 125.000 Km reinkam, da wurde eine Crane Nockenwelle verbaut die auf den 1. Blick von oben reingeleuchtet sehr gut aussieht.

Ob man das gleich mittauschen sollte oder halten Nadellager lange durch ?

Ehrlich gesagt habe ich keinen großen Antrieb mehr jetzt auch noch die Kopfdeckel , Pushrods usw. rauszubauen, oder was meint ihr - neues Ritzel rein und Halbgas oder kleine Überholung ???

Dyna Wide Glide 1998 mit 165.000 Km Laufleistung und leichtem schwarzem Qualm beim Gasgeben - nicht beim anlassen - wirklich nur wenn ich es provoziere mit kurzem Vollgas im Stand .

Schatz, hast du die Schaftdichtungen irgendwo gesehen ..........


Geschrieben von Agossi am 28.11.2022 um 10:35:

Hallo,

Nach 125't würde ich das Nockenwellenlager wechseln, am Zustand der NW kannst Du das nicht erkennen, wie der Zustand des Lagers ist. Hast Du nicht schon einstellbare Stösselstangen, wie wurde damals die Crane-Welle eingebaut?
Wenn Du alle Teile wiederfindest und das Zahnrad wieder "zusammensetzen" kannst, können immer noch kleinste Bruchstücke irgendwo im Kreislauf sein. Ich persönlich würde nicht pokern, sondern den Motor ausbauen, zerlegen und alle Teile kontrollieren. 165't ist trotz der Zuverlässigkeit des Motors schon mal die Grenze, wo sich eine Teilrevision lohnt.

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Geschrieben von Tommel am 28.11.2022 um 10:48:

Hmmm ... wenn sich die Kurbelwelle weiterdreht und die Nockenwelle nicht ... dann schieben die Kolben die Ventile zurück ...


Geschrieben von rockerle69 am 28.11.2022 um 13:10:

Aloha,
Ja das sind natürlich Argumente,  die ich noch garnicht auf dem Schirm hatte.
Wie geschrieben,  Motor raus und alles anschauen/ tauschen.
Das mit den Ventilen ist ein Punkt, um den Du nicht herum kommst.
Oder aber abwägen, ob nicht gleich noch ein neuer Motor rein kommt.
Ggf S&S wenn Du einen willingen Prüfer hast.

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Geschrieben von Tommel am 28.11.2022 um 13:22:

Persönlich würde ich die KW nicht mehr drehen.
Um zu erfahren ob es die Ventile verbogen hat pumpe ich Luft in die Zylinder.
Alle Stösselstangen entlasten = alle Ventile geschlossen ,

1.Gang einlegen.
Nu drehe ich dieses "Werkzeug" handfest in den Zyl-Kopf und schließe den Kompressor an.
Falls Ventile NICHT verbogen sind kann der Luftdruck die Kolben bewegen deshalb stelle ich am Kompressor kein hohen Druck ein vielleicht 2 bar.
Jetzt den Vergaser/Manifold und Auspuff abhören.

Hier noch 2 Bilder

Das ist eine alte Zündkerze, das Innenleben/Porzelan ausgeräumt.
Eine Stück Rundalu in die Zündkerze reingekloppt , ein Druckluftanschluss mit Loctite in das Alu reingewürgt.
Kann man bestimmt auch irgendwo kaufen


Geschrieben von Rockford am 28.11.2022 um 15:07:

Hi Leute,

danke für euere wertvollen Hinweise.

Was ich sehen konnte ist, nachdem ich die Zündkerzen rausgedreht habe, konnte ich das H.-Rad drehen und es hat sich "nur" die Kurbelwelle gedreht.

Die Nocke steht still, die 2 Punkte auf dem Zahnrad stehen/zeigen etwa auf 10 und 12 Uhr.

Die Kolben berühren in dieser Stellung nicht die Ventile, vielleicht habe ich Glück.

Ich reinige alles so gut es geht und baue das neue Ritzel ein, dann die Zündung wieder einstellen und dann werden wir sehen was passiert.

Ausbauen und alles erneuern kann man am Schluß immer noch.