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Geschrieben von Fabl am 09.11.2020 um 21:27:

WL - bitte um Unterstützung

Hallo Bikerfreunde,

eure Meinung und Hilfe ist gefragt:
mein Kumpel hat eine WL aus 1946 gekauft und hat einige Fragen:
- muss die Fusskupplung so „hart“ gehen
- was kann man tun, wenn das Gas relativ hart zu drehen geht, obwohl intern alles schön gefettet ist? Gaszug ausziehen und komplett fetten?
- Elektrik: Läuft alles...aber die Beleuchtung nicht. Bremspedal für hinten: Bremseückleuchte funktioniert. Bremse vorne: nichts, Scheinwerfer nichts, und Rücklicht nicht. Liegts am Schalter? Wird eh getauscht.Lampe vorne durchgemessen, ist ganz.

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Bikergruß

Süd-Tirol

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****WL Flathead 1946****
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Geschrieben von REMCM am 10.11.2020 um 06:32:

Hi Fabi !

Zur Kupplung : Mit Sicherheit ein Frage der Kupplungseinstellung und diverser Stellen, die geschmiert werden müssen

Gas : Die alten Karren hatten einen innenliegenden Gasdraht ( Kein Seil ) mit einem relativ aufwändigen System aus Gleitschuhen usw. im Griff ( mit dem richtigen Zeug schmieren ) und auf Freigängigkeit und richtigen Zusammenbau überprüfen !

Elektrik : Es gibt keinen Bremslichtschalter für die Vorderbremse, ausser die Karre ist verbastelt. Beim Rest mal sämtliche Kabel und vor allem die Masseanschlüsse überprüfen, oft ist das Massekabel , das das Lenkkopflager umgeht, gebrochen.

Gruß, Franz


Geschrieben von Fabl am 10.11.2020 um 09:10:

Vielen Dank für die tolle Hilfe! 😇

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Geschrieben von Stacholino am 10.11.2020 um 20:32:

Ich hab mal irgendwo gelesen das das Gas nicht zurückschnackt, wie bei den heutigen Motorrädern, sondern stehen bleibt damit man mit dem rechten Arm die Fahrtrichtung anzeigen kann. Blinker sind ja keine da.


Geschrieben von Fabl am 10.11.2020 um 20:53:

Das mir dem Gas stimmt sogar. Den Gasgriff muss man immer selbst zurückdrehen, da die Feder wie bei den neuen Modellen ja fehlt.

hab mal nachgesehen: im Griff innen ist soviel Fett, dass es nur flutschen müsste...soll ich das Gasseil mal ganz ausziehen und fetten?

Erste Tests bzgl. Des fehlenden Lichtes hab ich auch schon mal gemacht. Am Schalter liegen die 6V an. Schalter wird eh getauscht. Ansonsten sind alle Kabel dran. Vielleicht tausche ich die Kabel gegen neue aus. Natürlich Originalersatz...ansonstwn wüsste ich auch mal nicht weiter. Es fehlt wie erwähnt hinten und vorne.

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Geschrieben von Fabl am 10.11.2020 um 21:50:

Mit Lesen und Googln wird man bekanntlich schlauer 😅

wenn das Licht angehen soll, muss man den Schalter mir Entriegelungsknopf ganz nach rechts drehen, dann klappts auch wenn man die Drähte zusammenhält. 
der Schalter wäre aber trotzdem defekt...also doch noch was gebracht 😄

1 Fehler weniger!



ps: ladet Ihr diese Kockermaschinen über den Winter??? Auch wenn es 6V Batterien sind?

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Geschrieben von King Alrik am 10.11.2020 um 22:04:

Zur Kupplung , die soll ja offen bleiben wenn man sie drückt , zum einkuppeln muß man einfach wieder vorne drauf drücken .
Gas sollte ganz leicht gehen , und ja , man muß es selber wieder retour drehen 😊
Welchen Drehschalter mit Verriegelung meinst Du beim Licht . Original schaltest Du das Licht über das Zündschloß ein .

Und Kauf Dir einen Palmer , wirst es brauchen 😉


Geschrieben von REMCM am 11.11.2020 um 08:51:

zum zitierten Beitrag Zitat von King Alrik
Und Kauf Dir einen Palmer , wirst es brauchen 😉

Hat er schon !


Geschrieben von Fabl am 11.11.2020 um 19:32:

Kupplung: Dachte das Kupplungspedal lässt sich mir weniger Druck und Kraft betätigen

Gas: wird noch bearbeitet, den. Der Griff steckt bzw das Gas lässt sich nur mit Kraft betätigen

Licht: Wusste nicht, dass der Zündschalter ganz nach rechts muss (Stufe 3) dass es funktioniert 😅

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Geschrieben von Tommel am 12.11.2020 um 09:02:

Keine Ahnung von 45ern aber quasi alle verchromten Chinalenker (für Innenzüge) kann man in die Tonne treten da sie innen nicht bearbeitet sind. Ich weiß nicht wie die Qualität bei nicht-verchromten Lenkern ist aber ich habe wenig Hoffnung. Deshalb sägen einige Kollegen am alten die Lenkerenden ab um sie an neuen Nachbaulenkern anzuschweißen. Kann natürlich auch sein das falsche Gleitsteine , andere Gasgriffteile falsch sind. Evtl auch der falsche Lenker. An Kisten mit innenliegendem Zug ist es wichtig den Zug richtig zu verlegen, die Clips am Rahmen (oder Motor) auch zu verwenden und für den Zughalter am Linkert den besten Winkel einzustellen . Palmer ist auch als technische Lektüre richtig gut aber das Handbuch ist natürlich Pflicht. Ich glaube da gab es zwei. Ein dünnes für die Army , dünn weil die Fahrer eine lange Einweisung hatten und ein normales für Privatpersonen.

Tommel


Geschrieben von Fabl am 29.11.2020 um 00:02:

Bin zwecks Gasgriff noch nicht recht weit gekommen...vermute mittlerweile dass es auch an der Vergaserklappe liegen kann

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Geschrieben von Tommel am 29.11.2020 um 13:04:

Einmal schreibst du vom Schieber dann von Klappe.
Welcher Vergaser ist verbaut?
Wenn es ein Linkert ist (welcher Linkert? Welche Nummer? Bild? ) kannst du den Gaszug einfach am Vergaser lösen und du kannst die Klappe
mit dem Finger öffnen/schließen. Du sollest mit dem Finger keinerlei Krauftaufwand aufbringen müssen.
Geht der Zug leicht oder schwer ?

Ich weiß jetzt nicht wie es an der 45er sein soll aber manche BT-Fahrer verbiegen den Zug am Ende (am Vergaser).
Diese gebogene Stelle des Drahtes , dieser "Kink", darf natürlich nicht in die Hülle wandern wenn du den Gasgriff drehst.

Jetzt kannst du auch "den Weg" vom Draht mit einem Zollstock messen wenn du den Gasgriff drehst.
Diese Wegstrecke des Drahtes muss dem Weg des Hebels am Linkert entsprechen.

Wenn du Gasgriff zu machst muss die Vergaserklappe ganz geschlossen sein.
Wenn du Gasgriff ganz aufmachst muss die Klappe ganz geöffnet sein.

Natürlich ist das normal ... aber beim Linkert ist das ganz besonders wichtig weil du sonst gegen den jeweiligen Anschlag des Vergasers arbeitest.
Das muss man sauber einstellen und dazu müssen die korrekten Klemmen für die Drahthülle an der richtigen Stelle sitzen.
Dazu muss der Gaszug richtig verlegt werden. Bei BT`s mit Telegabel zB kann man den Zug auf 3 verschiedene Arten verlegen aber nur eine ist richtig und garantiert die korrekte Funktion.
Der Draht muss leicht laufen wenn du den Griff drehst.

Wenn sich die Drosselklappe (ohne Zug) mit dem Finger bewegen lässt, der Weg des Zuges dem Hebelweg des Vergasers entspricht, die Hülle des Zuges sich nicht wegbiegt, der Gaszug richtig verlegt ist dann kann es nur noch am Griff bzw am Lenkerende legen.

Achso: Ist die Gaszughülle stark verbogen (Kink) kannst du es natürlich vergessen. Dann läuft der Draht nie leicht.

Tommel


Geschrieben von Fabl am 02.12.2020 um 15:21:

zum zitierten Beitrag Zitat von Tommel
Einmal schreibst du vom Schieber dann von Klappe.
Welcher Vergaser ist verbaut?
Wenn es ein Linkert ist (welcher Linkert? Welche Nummer? Bild? ) kannst du den Gaszug einfach am Vergaser lösen und du kannst die Klappe
mit dem Finger öffnen/schließen. Du sollest mit dem Finger keinerlei Krauftaufwand aufbringen müssen.
Geht der Zug leicht oder schwer ?

Ich weiß jetzt nicht wie es an der 45er sein soll aber manche BT-Fahrer verbiegen den Zug am Ende (am Vergaser).
Diese gebogene Stelle des Drahtes , dieser "Kink", darf natürlich nicht in die Hülle wandern wenn du den Gasgriff drehst.

Jetzt kannst du auch "den Weg" vom Draht mit einem Zollstock messen wenn du den Gasgriff drehst.
Diese Wegstrecke des Drahtes muss dem Weg des Hebels am Linkert entsprechen.

Wenn du Gasgriff zu machst muss die Vergaserklappe ganz geschlossen sein.
Wenn du Gasgriff ganz aufmachst muss die Klappe ganz geöffnet sein.

Natürlich ist das normal ... aber beim Linkert ist das ganz besonders wichtig weil du sonst gegen den jeweiligen Anschlag des Vergasers arbeitest.
Das muss man sauber einstellen und dazu müssen die korrekten Klemmen für die Drahthülle an der richtigen Stelle sitzen.
Dazu muss der Gaszug richtig verlegt werden. Bei BT`s mit Telegabel zB kann man den Zug auf 3 verschiedene Arten verlegen aber nur eine ist richtig und garantiert die korrekte Funktion.
Der Draht muss leicht laufen wenn du den Griff drehst.

Wenn sich die Drosselklappe (ohne Zug) mit dem Finger bewegen lässt, der Weg des Zuges dem Hebelweg des Vergasers entspricht, die Hülle des Zuges sich nicht wegbiegt, der Gaszug richtig verlegt ist dann kann es nur noch am Griff bzw am Lenkerende legen.

Achso: Ist die Gaszughülle stark verbogen (Kink) kannst du es natürlich vergessen. Dann läuft der Draht nie leicht.

Tommel

Vielen Dank Rommel für deinen ausführlichen Rat! Einfach TOP!
konnte zwar noch nicht weiter testen, da es in der Garage auch langsam kalt wird Augenzwinkern aber ich schau nochmals am Wochenende dran.
Ich habe den Draht auch schon mal am Vergaser abgenommen und es fühlt sich so an, als ob es ein Zusammenspiel von allen Faktoren ist.

- Altes fett im Griff.
- Draht falsch verlegt
- Vergaser "Lindert bewegt sich hart

Infos folgen! und nochmals danke

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Geschrieben von Fabl am 04.01.2021 um 21:57:

Hallo Freunde des alten Eisens, 

wollte euch mal einen kleinen Zwischenstand geben, wie der Stand der Renovierung ist:
mittlerweile wurde über die Feiertage einiges geleistet:
- Originaler Lichtschalter installiert.
- neue Kavel im Lenker für Licht und Hupe
- Schweinwerferleuchten une Dichtungen erneuert
- Öl gewechselt
- Benzinhahn, wie original, mit neuen originalen Leitungen une Benzinfilter verbaut (natürlich auch Dichtungen)
- die Löcher neu ausgerichtet (Benzinhahn klemmte)
- Getriebe und Kupplung ausgebaut, alle Dichtungen und Ritzeldichtringe erneuert (kein Tröpfchen geht mehr raus)
- hinterer Ständer neu ausgerichtet, Bike steht wieder gerade.
- Kette wieder gespannt und gefettet
- Kupplung und Kupplungspedal eingestellt
- GESTARTET UND GETESTET

Wad ich noch machen werde/möchte:
- Vergaser und Motordichtungen erneuern
- Motorblock lackieren (war original schwarz) Roststellen in diesem Zuge entfernen.

- nun stelle ich mir folgende Fragenunglücklichda dies fast mit den vorhergehenden Arbeiten mitgrhrn würde)
- Alle Kabel erneuern?
- Teile lackieren? (Tank, Fender) oder auf alt lassen...? Eher müsste ich dann wohl alles lackieren...schöner ist es aber das „alte“ erhalten, oder? Hauptsache die Technik ist überholt.

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Geschrieben von REMCM am 04.01.2021 um 22:29:

Servus Fabi, gutes Neues Jahr noch !

1. Vergaser überholen, nicht erneuern.

2. Bist Du sicher, dass der Motorblock schwarz war ?

3. Wenn Kabel erneuern, dann nur mit diesem Zeugs : https://www.wwag.com/cgi-bin/WebObjects/WebSite.woa/wa/DirectAction?page=%2138463#0

4. Bitte die Lackteile nicht neulackieren, es gibt schon viel zuviele überrestaurierte Karren.

Gruß, Franz