@Acht
=Bei der Demontage stellte sich soeben heraus, das der Lagerring der Welle auf welchem wohl das Primärlager aufgepresst ist,auch beschädigt ist.
Natürlich auch nicht lieferbar.
So etwas hat der Mechaniker noch nie gesehen. =
????
Sorry, aber das ist nicht nur amerikanisch, sondern auch geballtes Unwissen des Mechanikus.
Unsere lieben Freunde jenseits des Atlantik (Die, die niemals auf dem Mond waren!) haben schon immer eine unglückliche Hand beim Ersatz von Lagern gehabt. Immer und immer wieder bieten sie, nicht besser wissend (und nicht dazu lernend

) Lagerinnenringe und Lageraußenringe getrennt an. Und wer einen eingeschlagenen Lageraußenring von z.B. einem Lenkkopflager (auf demAußenring sieht man die Verschleißstellen) allein tauscht, ohne gleichzeitig auch den Lagerinnenring mit Käfig und Kegelrollen zu ersetzen (ein Stück, Verschleißmarken am Innenring nicht zu erkennen), gehört verprügelt! Und war nicht auf dem Mond.
Ist mit dem Nadellager/Rollenlager nicht anders. Auf die Getriebehauptwelle ist ein Lagerring aufgepresst, auf dem die Lagernadeln oder auch Rollen laufen.
Unterschied Nadellager/Rollenlager (Needle Bearing/Roller Bearing) per Definition:
Nadeln sind kleiner/gleich 5mm im Durchmesser und mehr als 2.5x so lang wie dick. Alles andere sind Rollen.
Nadellager sind bereits gegen geringe Durchbiegungen der Welle empfindlich. Sie laufen dann, mit hohem Verschleiß, quasi nur "auf der Kante", am Ende der Nadel. Deswg. werden Nadellager gemeinhin bei sehr steifen Lagerungen eingesetzt (z.B. Evo Nockenwelle, kurz, dick, steif), oder bei Lagerungen, bei denen nur gering unterschiedliche Kräfte über die Lagerbreite auftreten (Wellenlagerung von ineinander laufenden Wellen, Getriebezahnräder auf Wellen,...)
Wg. ihrer geringeren Lagerbreite sind Rollenlager gegen Kantenpressung unempfindlicher (und sie können zusätzlich sogar geringe axiale Lasten aufnehmen).
Wenn denn ein Mechanikus bei einem offensichtlich Probleme bereitenden/verschlissenem Lager nur Lageraußenring und Lagerrollen/Nadeln austauschen will, ohne zugleich den Lagerinnenring auszutauschen, hat er mit ziemlicher Sicherheit eine "amerikanische" Ausbildung genossen (zur Erinnerung: "amerikanisch"="Die, die niemals auf dem Mond waren". War Auftragsarbeit an die Russen, die das hervorragend gelöst haben

).
Ergo:
Man tauscht, falls erforderlich, grundsätzlich ALLE!!! zu einem Lager gehörenden Teile aus!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lageraußenring, Wälzkörper und Lagerinnenring (alles andere grenzt an Idiotie)
NIEMALS!!! nur eines der o.g. Teile.
Und egal was die Teile kosten (Lagerkosten sind für unsere Mopeds eine Lachnummer, die Arbeitszeitkosten für mehrfaches Zerlegen/Ersetzen von Lagern ist um ein vielfaches höher), Austausch nur eines Teiles des Lagers ist in den meisten Fällen letztendlich teurer als sofortiger Austausch aller Teile.
===================Geiz ist nicht geil!, sondern einfach nur teuer===============
Deutlich besser:
“Ich habe einen ganz einfachen Geschmack …
Ich bin stets mit dem Besten zufrieden“.
(Oscar Wilde)
Gruß aus H
Uli
(der zwar mit komplett verschlissenen Hinterradlagern und "aktiver Hinterradlenkung"

unterwegs ist, niemals aber auf die idiotische Idee kommen würde, nur die Lageraußenringe austauschen, nur weil der Verschleiß bei denen sichtbar ist, nicht aber bei den Lagerinnenringen)
Man kann sicher sein, daß die Amerikaner die richtige Lösung finden werden.
Nachdem sie alle anderen ausprobiert haben. (Winston Churchill)
Man kann nicht alles "idiotensicher" machen...immer wenn man‘s probiert, machen sie einfach bessere Idioten 
"Ich weis alles... Ich kann mich nur nicht an alles erinnern"
)