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Erfahrungen mit Helmlautsprechern / Bluetoothheadset ?

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Erfahrungen mit Helmlautsprechern / Bluetoothheadset ?

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MassaTom ist offline MassaTom · 16 Posts seit 06.06.2009
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Neuer Beitrag 10.07.2014 20:59
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Ich verfolge das Thema hier mit großem Interesse; was ist denn in diesem Zusammenhang von Körperschallmikros zu halten wie z.B. so etwas hier: Mikro

Hätte auch für mich noch den Vorteil nicht auszusehen, als ob man grad aus dem Heli gestiegen wäre großes Grinsen

P.s.: der Link steht selbstverständlich stellvertretend für diese Art von Mikros

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Neuer Beitrag 10.07.2014 22:16
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Sich den ganzen Tag so was um den Hals binden, und das zu dem Preis, da sehe ich doch lieber aus, wie gerade aus dem Hubschrauber gestiegen.

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Neuer Beitrag 11.07.2014 00:24
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das "bindet" man sich auf den kopp, bzw in den Helm und der Link ist nur zur Illustration; gibt bestimmt auch andere möglicherweise billigere Varianten.

was man sich um den Hals bindet funktioniert auch mit Körperschall und nennt man Kehlkopfmikro cool

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Neuer Beitrag 11.07.2014 01:06
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Was ich hier auf jeden Fall nicht empfehlen kann ist das Scala Rider Q1. Die Naviansagen mögen ja noch funktionieren, die MP3 Wiedergabe hat alle 40 Sekunden aber Aussetzer und die Radiofunktion ist wegen sehr schlechten Empfangs auch nicht zu gebrauchen. Das würde ich mir nie wieder kaufen.

__________________
MfG Markus

Tolot · seit
Tolot
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Neuer Beitrag 11.07.2014 14:00
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Ich habe längere Zeit versucht, ein Körperschallmikro - damit meine ich nicht diese Art von Mikros, die zum Ausspionieren verwendet werden (Lauscher an der Wand), sondern sog. Knochenschall- bzw. Schädelknochenschall-Mikros - selbst zu bauen und in einen Helm einzubauen, da ich an fertige Mikrofonmodule nicht herankam. Leider erfolglos. D.h. von Prinzip her funktioniert es schon, es läßt sich sich auf dem Kopf der Schall abnehmen, dazu gibt es im Netz auch entsprechende Studien/Untersuchungen, und auch die kommerzielle Verfügbarkeit "professioneller" Produkte belegt, daß so etwas geht. So etwas läßt sich mit speziellen Halbleitersensoren, die letztlich eine Art Beschleunigungssensor sind (die Schädeldecke vibriert, dies kann ein Beschleunigungssensor aufnehmen) machen, aber der Teufel steckt nicht nur um (elektronischen) Detail sondern auch in der mechanischen Umsetzung. Das klingt alles einfacher als es ist.

Mein Eindruck ist aber, daß aufgrund der zunehmenden Qualität von DSP und deren Möglichkeit, bei entsprechendem know-how Stör- und Windgeräusche herausrechnen zu können (was bei den Herstellern von Consumer-Helmsets aber anscheinend nicht so sehr verbreitet ist), dieser Ansatz für Anwendungen, bei denen "nur" der Umgebungslärm stört, nicht weiter verfolgt wird; andernfalls würde es so etwas als fertiges Modul geben (es gibt eine interessante Studie der AirForce, derzufolge herkömmliche Schwanenhalsmikrofone mit entsprechender Signalverarbeitung weitaus bessere Ergebnisse liefern als Kehlkopfmikrofone). Der andere Anwendungsbereich ist der, bei denen das sichtbare Mikro am Helm stört, also etwa bei Polizei, Feuerwehr usw., es also nicht um Umgebungslärm sondern um das 2handling" geht, etwa wenn Schutzmasken getragen werden müssen oder die Umgebung "rauh" einwirken kann. Die hier angebotenen Gerätschaften passen aber schlechterdigs nicht in einen Moppedhelm, wobei das weitere Problem ist, daß der Schallaufnehmer auf der Schädeldecke sitzen muß und nicht "schaumstoffweich" ist - d.h. der Zweck eines Helms wird konterkariert, wenn da so ein Körperschallmikro auf der Schädeldecke sitzt. Dies gilt zumindest für die herkömmlichen Schallaufnehmner. Die oben erwähnen Beschleunigungssensoren für sich sind zwar winzigm aber sie müssen ja auch in irgendeiner Form an die Schädeldecke angekoppelt werden. ich könnte mir vorstellen, daß ein professioneller damit etwas reißen könnte, aber es scheint niemand Interesse daran zu haben. Hinzu kommt, daß diese Hersteller der herkömmlichen Körperschallmikrosetz es von Lebenden nehmen, die Preise sind mehr als gepfeffert.

Als Alternative werden Ohrmikrosets angeboten: Z.B.
http://www.oppermann-telekom.de/voiceducer.html
Letztlich ist das nichts anderes, der Körperschall beim Sprechen wird am Ohrknochen abgenommen. Das ist, wenn ich mich an die Studien richtig erinnere, nicht ganz so gut wie die Schallaufnahme auf dem Kopf, aber wohl noch brauchbar. Ich nehme aber an, daß diese Dinger, da sie naturgemäß fest ansitzen müssen, auf Dauer etwas unbequem sind. Aber auch hier verhindert der recht heftige Preis, daß damit herumexperiment wird.
Kehlkopfmikros habe ich nicht ausprobiert, aber den im Netz verfügbaren Berichten zufolge sollen dies ungeachtet des wenig komfortablen handlings nicht das Gelbe vom Ei sein. Hinzu kommt, daß allein Umgebungslärm etwas anderes ist als Fahrtwind. Die Geräusche etwa im Inneren eines Integralhelms entstehen zwar durch den Fahrtwind, sind aber im Helm nur "normaler" Lärm, also Umgebungslärm, bezogen auf das Mikro. Anders dagegen der Fahrtwind, der auf das Mikro unmittelbar einwirkt. Und dies ist bei den voll im Fahrtwind befindlichen Schwanenhalsmikros ds gleiche wie bei den Kehlkopfmikros. D.h. die Kehlkopfmikro mögen zwar nicht so empfindlich gegen Umgebungslärm (etwa im Panzer) sein, aber gegen den Fahrtwind (den es im Panzer oder im Heli ja so nicht gibt), der auf das Mikro prallt, hilft das auch nichts.

ich hatte auch mal Kontakt mit einem Unternehmen, das für eine Helmhersteller ein integriertes System entwickelt, bei dem, so weit ich mich hoffentlich richtig erinnere, im Wangenpolster Mikros verbaut sind, die mittels raffiniert programmierter DSP die Stimme heraus- und den Umgebungslärm einschließlich Wind herausrechnen (sollen). Leider war das nur für den Helmhersteller bestimmt, frei erhältlich ist das nicht. Aber grds. muß es natürlich gehen: Auch wenn es etwas Bastelei ist, lassen sich doch in jeden belieben Helm im Wangenpolsterbereich Mikros einbauen. Bleibt nur das DSP .... ;-)

Hier
http://www.hertz-elektronik.de/hertz2009...zubehoer-1.html
gips weitere infos zu der Thematik.

Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Tolot am 11.07.2014 14:22.

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Neuer Beitrag 11.07.2014 14:45
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Vielen Dank für die eingehenden Erläuterungen, dann ist das Projekt Knochenschall für mich aus dem Rennen; bleibt wohl doch nur die "Hubschraubervariante", oder ich lerne noch Gebärdensprache für auf dem Mopped Augen rollen

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Neuer Beitrag 11.07.2014 14:45
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Meine Güte...
Also wenns was ordentliches sein soll, bei Ridel mal nachhaken, die beliefern die Formel 1 mit Funksets. Und wie sich das aus nem F1 Boliden anhört, kann man alle 14 Tage höhren.

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Tolot · seit
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Neuer Beitrag 11.07.2014 19:44
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zum zitierten Beitrag Zitat von carlos.D
Meine Güte...
Also wenns was ordentliches sein soll, bei Ridel mal nachhaken, die beliefern die Formel 1 mit Funksets. Und wie sich das aus nem F1 Boliden anhört, kann man alle 14 Tage höhren.


Bei Formel 1 ist weniger ein Problem mit dem Fahrtwind als luftmechanische Einwirkung auf das Mikro, sondern eher Umgebungslärm. Aber das bekommen ja viele prima hin. Abgesehen davon dürfte jemand, der so etwas die Formel 1 liefert, absolut fantastische Preise haben.

Tolot · seit
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Neuer Beitrag 11.07.2014 19:47
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Zitat von MassaTom
Vielen Dank für die eingehenden Erläuterungen, dann ist das Projekt Knochenschall für mich aus dem Rennen; bleibt wohl doch nur die "Hubschraubervariante",[quote]

Die verwenden m.W. Bügelmikros vor der Nase mit DSP zur Umgebungslärmherausfilterung - also für die unmittelbare Fahrtwindeinwirkung nicht geeignet. Bei Licht betrachtet ist das Anforderungsprofil für Moppedfahrer mit offenem Jet-Helm recht einzigartig, allenfalls noch vergleichbar mit Leichtflugzeug- oder Paragleiter-Piloten.

[quote]oder ich lerne noch Gebärdensprache für auf dem Mopped Augen rollen


Nun ja, man könnte auch einfach frech die laut Verkäufer-/Herstellerangaben angeblich für offene Jet-Helme geeigneten Sets bestellen, kurzfristig ausprobieren und bei Nichteignung innerhalb von 2 Wochen zurücksenden. A**z** ist da so ein Lieferant, den man auf diese Weise durchaus etwas ohne weiter schlechtes Gewissen "benutzen" kann.

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Neuer Beitrag 12.07.2014 07:23
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Sorry Tolot, aber schon mal eines von den hier empfohlenen Anlagen selbst getestet?
Und Amazon ohne schlechtes Gewissen auszunutzen zu wollen, halte ich für, na ja...

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Tolot · seit
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Neuer Beitrag 12.07.2014 16:10
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zum zitierten Beitrag Zitat von carlos.D
Sorry Tolot, aber schon mal eines von den hier empfohlenen Anlagen selbst getestet?
Und Amazon ohne schlechtes Gewissen auszunutzen zu wollen, halte ich für, na ja...


Nein, getestet habe ich von den hier genannten Sets noch keines. Die Sena waren damals noch kein Thema und schon nach der originalen Beschreibung des Herstellers nicht geeignet - von den anderen findest Du im Netz positive wie negative Beschreibungen. Daher gebe ich keine tausende von Euros für Tests aus. Daher frage ich hier auch.
Und was Amazon angeht: Ich weiß nicht, ob Du die Zeitungsberichte über deren Schweinereien liest. Bei denen kann man kein schlechtes Gewissen haben.
Und "ausnutzen": Wozu gibt es das Widerrufsrecht? Genau dafür: Was man nicht im Laden testen kann, kann man im Versandhandel so testen. Genau das ist der Zweck dieses Widerrufsrechts.
Aber das kann jeder halten wie er will.

Tolot · seit
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Neuer Beitrag 10.08.2014 14:42
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Ich konnte jetzt mal das Sena SMH10 eine Zeitlang testen. Es hat zwar die eine oder andere Macke/Ungereimtheit, aber da die Firmware updatebar ist, besteht Hoffnung, irgendwann ein perfektes Produkt zu erhalten. Allerdings scheint in diesem Bereich "Perfektion" ohnehin ein Fremdwort zu sein, denn in Testberichten zu ähnlichen Geräten von Interphone oder Cardo werden Macken/Ausfälle/Fehler berichtet, die mit der Vorstellung, es würden nur ausreichend getestete und erprobte getestete Geräte gefertigt und vertrieben, nicht in Deckung zu bringen sind. Insofern sollte ich vielleicht nicht ganz so kritisch sein ... ;-)

Da ich grds. mit Jethelm (J1) und ohne Visier fahre, ist die Windgeräuschfilterung für mich ein ganz wesentlicher Punkt. DIese ist beim SHM10 recht ordentlich, wenngleich natürlich weit von Perfektion (die vielleicht auch nicht zu erreichen ist) entfernt. Ohne weiteren Aufwand am Mikro (wie etwa einen zusätzlichen Winddeflektor - siehe http://www.windsockwinddeflector.com/ - oder größere Schaumstoffhülle o.ä.) ist bis 100, 120 km/h noch gut verständlich zu plaudern, wenn auch vielleicht sinnvollerweise mit lauterer Stimme (das ist natürlich individuell verschieden - ich rede normalerweise eher leise, andere können auch mit normaler Sprechweise mit Schwerhörigen kommunizieren) und dafür ohne Mikro-Boost. Sogar bei 140 km/h kann man sich noch verständigen, wenngleich ich bei 140 km/h auf meiner Harley keine Lust zum Reden habe sondern mich auf die Straße konzentriere - was beim Partner ankommt ist noch gut verständlich, wenn auch kein Ohrenschmaus. D.h. bei 140 km/h ist die Stimme durch die DSP schon vermoduliert, Artefakte der Windgeräusche sind deutlich hörbar. Insofern muß man sagen: Bedingung erfüllt. In einem geschlossenen Helm ist es deutlich anders, viel besser, auch bei 170 km/h ist die Sprache klar und ohne auffällige Nebengeräusche; das war schon frappierend. Interessanterweise wird es aber beim J1 deutlich schlechter, wenn ich mit Visier fahre. Anscheinen wirbelt da an der Visierunterkante so viel Wind rein, daß es auch "von vorne" reinstört.
Möglicherweise wird es hinter einem Windschild besser, müßte man mal testen.

Verbesserungen lassen sich mit einem Winddeflektor (s.o.) um das Mikro erreichen. Erste Versuche mit einem DIY-Winddeflektor (der oben verlinkte Hersteller scheint nicht eben begierig auf Lieferungen nach Europa zu sein) verliefern insofern - Windgeräuschunterdrückung - positiv, aber das ganze ist nicht so trivial wie es zunächst schien, es gibt "Nebenwirkungen".
Bei DIY besteht besteht auch ein Problem der Teilebeschaffung: Benötigt werden "Kappen", "Stuhlkappen", "Kunststoffkappen", "Verschlußkappen" oder wie immer diese Teile auch bezeichnet werden, also ein einseitig geschlossener röhrenförmiger "Überzieher" mit einem ID von ca. 25 bis 30mm (je größer destso besser, hat es den Anschein) und einer Länge von ca. 40 bis 55mm (auch scheint eine größere Länge besser zu sein), auf der geschlossenen Seite gerundet, aus einem eher weichen/flexiblen Kunststoff oder Gummi. Ich habe leider noch keine Bezugsquelle für so etwas gefunden; die bekannten 25,,- und 35mm-Kappen aus dem Baummarkt sind für Stühle gedacht und zu kurz und zu wenig gerundet. Vielleicht kennt jemand eine Quelle? Man kann sich zunächst mit einer 35mm-Film-Dose behelfen, aber deren eckige Form erscheint eher nachteilig.
Auch wenn da noch Bedarf für einiges Experimentieren ist, könnte man bei normalen Ausfahrten, die kaum über 90 bis 100 km/h hinausgehen, es bei der Normalausstattung belassen, und für Touren, bei denen längere Strecken mit 130, 140km/h und mehr anstehen, dem Mikro einen "dicken" Winddeflektor überziehen. Da ist der Selbstmacher im Vorteil.

Was - ich sage mal "natürlich" - beim Jet-Helm nicht funktioniert ist die VOX-Funktionalität, also daß sich der Kommunikationskanal über Handy und Interkom auf "Zuruf", also Sprechen (oder Blasen ins Mikro) öffnet. Dies bislang nur mit dem Standard-Windschutz getestet leidet an dem Mangel, daß bei 100 bis 120 km/h der Kanal schon durch die Windgeräusche aufgeht. Damit könnte man ja vielleicht noch leben. Aber leider hat der Hersteller eine völlig untaugliche Hysterese eingebaut, daß nämlich der Kanal erst wieder schließt, wenn die Windgeräusche nahezu völlig weg sind, also die Geschwindigkeit drastisch fällt bis auf 50 oder 40 km/h. Trotz der Möglichkeit, einige Parameter "online" einzustellen, gibt es keine Einstellmöglichkeit der Triggerschwelle für VOX-an und VOX-aus. Ich weiß schon, daß nur wenige Hersteller überhaupt VOX anbieten. Gleichwohl sollte es, auch im Interesse der Verkehrssicherheit, möglich sein, ein leidlich funktionierendes VOX-System zu bauen. Zumal die Elektronik ja nicht stumpf die Lautstärke auswerten muß sondern auch darauf schauen kann, ob da nun nur Störgeräusche oder Sprache reinkommen - denn eine Art Spracherkennung über sprachgesteuerte Rufnummerwahl, die das SMH10 überdies bietet, ist ja eh vorhanden. Aber vielleicht kommt das mal in einem Update. Hinzufügen muß ich, daß der Hersteller als Gipfel der ... Ignoranz ? ... vorgesehen hat, daß nach dem manuellen Abschalten der VOX-aktivierten Kommunikation die VOX-Funktion bis zum nächsten Neustart des Geräts ausgeschaltet bleibt. Da sich VOX über das Menü "online", also mit aufgezogenem Helm, ein- und ausschalten läßt, gibt es für diesen Murks nicht die geringste Rechtfertigung, es bleibt purer Ärger.
Ich vermute, daß VOX in einem geschlossenem Helm besser bis einwandfrei funktioniert - getestet habe ich es mangel Relevanz für mich noch nicht.

Dies führt zum nächsten Punkt: Die Bedienung. Ein ganz wichtiger Punkt, und zwar wegen des Nichtfunktionierens bzw Nichtvorhandenseins einer VOX-Steuerung. Hier hebt sich das SMH10 von anderen Produkten deutlich ab. Bei jenen sind die Tasten flach, relativ schwergängig, mit dem Handschuh, blind an die Helmseite gegriffen, nur schwer zu finden und kontrollierbar, und je nach Produkt muß man mal die vordere oder die hintere Taste oder zum Ein- und Ausschalten sogar verschiedene (oben und unten) Tasten drücken. Plus natürlich die Lautstärketasten.
Beim SMH10 ist das sehr viel praktischer gelöst (fragt sich allerdings, wie lange das Konstrukt in der Praxis hält): Eine große Halbkugel, mit dem Handschuh blind nicht zu verfehlen, mit einem leichtgängigen Kontakt zum Drücken ist für die Kommunikation (und anderes) und durch Drehen für die Lautstärke zuständig. Einzelheiten bitte im Manual auf der Sena-Homepage nachlesen. Das ist sowohl haptisch wie funktional einfach nur super. Selbst bei 140 km/h, wo man wirklich nur ungern die Hand vom Lenker nimmt, läßt sich nebenbei und schnell ohne Gesuche, Gefummel, Gemurkse die Kommunikation aufbauen oder beenden. Dafür vergebe ich eine 1 mit Sternchen.
Der Nachteil ist: Das Teil trägt auf, und zwar über die notwendige Dicke des Moduls und der Basisplatte hinaus. Nun ja. Form follows function. Andererseits sieht so ein Modul am Helm ohnehin nicht hübsch aus - da kommt es auf die Halbkugel auch nicht mehr an. Für den Bell Mag-9 gibt es übrigens eine spezielle Basisplatte, mit der alles in den Helm eingebaut werden kann. Den Helm gibt es hier aber nicht ...

Ein weiterer und für mich kaufentscheidender Pluspunkt ist die sog. (abschaltbare) Echo-Funktion - m.W. besitzt dies kein anderes BT-Modul: Der Sprecher hört sich selbst im Lautsprecher. Und zwar ohne spürbaren Zeitversatz. Das mag für Leute mit röhrendem Organ, Benutzer geschlossener Helme oder denen, die darauf pfeifen, ob sie verstanden werden, egal sein. Ich halte es für ungemein wichtig, um in der widrigen Umgebung des Helm kontrolliert zu reden. Im wahrsten Sinn des Worts versteht man ja bei höherer Geschwindigkeit sein eigenes Wort nicht mehr, was ja auch hinsichtlich der Dämmungwirkung durchaus beabsichtigt und andernfalls eine ungewollte Folge des wenig gedämpften Einfalls des Fahrtlärms ist, erst recht wenn man sich vor diesem mit Schalldämpfern im Ohr isoliert. Durch dieses "Echo" hat man eine Kontrolle, wie die eigene Stimme über dem Fahrtwind etc. ankommt und kann entsprechend angepaßt sprechen und so die Kommunikation optimieren. Da die Lautstärke jeder Signalquelle separat eingestellt und gespeichert wird, läßt sich so die eigene Stimme so leise stellen, daß man schon ausreichend laut sprechend muß, um sich zu hören.

Die vielfältigen BT-Funktionalitäten (Anbindung von MP3, GPS, Handy, bis zu drei anderen Sena-BT-Benutzer, Fremdgeräte - bitte im Manual auf der Sena-Homepage nachlesen) habe ich nur ausprobiert, soweit dies im Rahmen der Mikrofontests nötig war. Die Kommunikation mit einem Partner war o.k. und auch die maximale Entfernungsangabe - ca. 800m - bei Sichtverbindung bzw. offenem Gelände scheint zu stimmen. Wie üblich ist Schluß mit lustig bei Sichthindernissen, etwa Kurven mit Bäumen dazwischen und so. Das ist halt Bluetooth ... Wer mehr haben will muß zu PMR wechseln. Das Handy war als Sprachrecorder bei dem Mikrofontest dauernd eingebunden (ich habe die Sprachtests aufgezeichnet und danach "offline" ausgewertet - da fällt viel mehr ins Auge bzw Ohr als auf dem Mopped) - keine Probleme. Auch die parallele Anbindung von Handy und GPS mit HFP-Protokoll (man muß dann das Handy nicht über das GPS pairen) funktioniert grundsätzlich. Dauermusik geht auch, zumindest testweise, aber dafür will ich das Teil nicht - Musik lenkt zu sehr ab. Der kabelgebundene Aux-Eingang ist wie üblich keine Funktionalität des BT-Moduls sondern der Basisplatte.

Bleibt die Montage, das übliche Problem. Sena bietet wie jeder andere Hersteller einige Varianten an - bitte auf der Homepage nachlesen. Bei Jet-Helmen besteht das übliche Problem des Schwanenhalsmikros, d.h. es hängt auch beim Ein- und Ausstieg vor dem Mund. Jedenfalls beim J1 ist das eine vertrackte Angelegenheit - durch den Kinnbügel und dessen Befestigung kann das Modul nicht weit genug vorne angebracht werden und selbst mit einer DIY-Befestigung an einer der Schrauben, mit der die vorderen Seitenteile an die Helmschale geschraubt sind, reicht das Schwanenhalsmikro gerade mal bis zum Mundwinkel (außerdem funktioniert die übliche Klemmontage beim J1 grundsätzlich nicht). Gleichwohl hängt das Mikro im Weg herum und behindert, weil der J1 zum Ein- und Ausstieg vorne recht weit auseinandergezogen werden muß - und da hängt das Mikro im Weg herum und wird entweder gequetscht oder jedesmal stark wegggebogen, was auf Dauer dem Schwanenhals auch nicht guttut (die schwanenhalsmikrolose Lösung des HBC200 - BT-Helmset UCLEAR-HBC200 - funktioniert leider nicht). Das mag bei anderen Jet-Helmen anders sein. Ich werde jedenfalls die umgearbeitete Basisplatte mit einem DIY-Halter so an den Helm schrauben, das unten nichts übersteht, und das Schwanenhalsmikro ausbauen und "frei" verkabeln. Den gekürzten Schwanenhals werde ich am Kinnbügel montieren und diesen über eine kurze, 20cm lange Kette mit eingezogenem Mikrofonkabel an der seitlichen Schraubbefestigung anlaschen. Dies alles nur geklemmt, das beeinträchtigt den Schutzbügel in seiner Integrität nicht. So stört das Mikro beim Ein- und Aussteigen nicht mehr und zugleich kann der Kinnbügel nicht mehr verlorengehen.

Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Tolot am 10.08.2014 14:54.

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Neuer Beitrag 10.08.2014 16:08
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Bin ich froh, das ich ein G9 habe...

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Neuer Beitrag 10.08.2014 16:53
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zum zitierten Beitrag Zitat von carlos.D
Bin ich froh, das ich ein G9 habe...


fröhlich Naja, damit ist es ja nicht getan. Ich habe auch einige PMR, aber das Problem damit ist halt, daß mit den üblichen PMR-Helmsets bei offenem Jet-Helm nur Windgeräusche rüberkommen. Die Geräte haben keine entsprechende Filter, kein DSP - mit geschlossenen Helmen geht´s aber nicht mit offenen Helmen.
Wenn man mit mehreren Leuten unterwegs ist und jeder von jedem erreichbar sein soll, kommt man um PMR nicht herum. Aber jedenfalls bei offenen Helmen nur über eine Anbindung an ein BT-Helmset (vielleicht bieten Festanlagen eine ähnliche Windgeräuschfilterung, aber die sind preislich woanders aufgestellt - und man hat Kabelei).

carlos.D ist offline carlos.D · 835 Posts seit 29.06.2013
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Neuer Beitrag 10.08.2014 17:48
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Gut. Ich bin schwerhörig. Diese feinheiten kriege ich nicht mit.
Ich bin letztes Jahr 4700 Km durch Frankreich gefahren, mein G9 und der Kollege mit seinem Q1.
Beide fahren wir Jet Helme ohne Visier. Da wir wenn's geht jegliche Autobahnen vermeiden, kommen wir nie über ca. 130 KM/h hinaus. Das dann das eine oder andere mal bei unglücklicher Kopfhaltung auch Windgeräusche übertragen werden, liegt in der Natur der Sache.
Ansonsten ist die Kommunikation störungsfrei, die VOX Steuerung funktioniert, die Naviansagen kommen klar und deutlich, die AGC spielt sauber.
Wenn ich angerufen werde, fahre ich sofort rechts ran, beim fahren selbst will ich nicht telefonieren,
muß aber das Gespräch, beruflich bedingt, annehmen. Bisher hat noch kein Anrufer gemerkt, das er mich beim fahren "erwischt" hat.
Die anderen Spielereien, die das Gerät sonst noch so hat, habe ich nicht im Einsatz.
Ich quatsche während der Fahrerei auch nicht, lediglich wenn der Kumpel vorne weg fährt und an einer Abbiegung nicht genau weis ob rechts oder links, kommt von mir, Navibedingt, ein Richtungshinweis.

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