Hier mal mein "Weltbild":
Ein Plus an Federweg bringt nur dann einen Komfortgewinn, wenn die Federrate entsprechend weicher ausgelegt wird. Ist die Federvorspannung (systembedingt) aber nur beschränkt einstellbar, wie bei den luftunterstützten Federbeinen, kann die Feder nicht entsprechend weich ausgelegt werden, ohne Durschlagen zu riskieren.
Nach meiner Erfahrung ist die Abstimmung der Federbeine auf das eigene Gewicht bzw. den Beladungszustand das A und O. Die Ami-Federbeine sind eher auf den 150kg-Mann mit 100kg Sozia ausgelegt und deshalb für solo fahrende Leichtgewichte, wie mich, viel zu hart. Meine Dyna fahre ich hinten mit 30% geringerer Federhärte und progressiver Kennlinie (Marke IKON). Der Komfort ist Top und besser als bei meinem Tourer! Die Federvorspannung muss dabei genau eingestellt werden, damit im Realbetrieb weder der Zuganschlag klopft, noch das Federbein durchschlägt.
Die Federbasis der kurzen Premium-Dämpfer meiner FLHX habe ich auf weniger Vorspannung umarbeiten lassen, damit sie nicht bei jeder Bodenwelle in den Zuganschlag knallen. Leider gibt es keine passenden Austauschfedern für diese Federbeine. Sonst würde ich 30% weicher wählen.
Je kürzer der verfügbare Federweg, desto schwieriger ist es, den Zielkonflikt zwischen voller Beladung und Solobetrieb mit einer komfortablen Federrate zu verbinden. Hilfreich ist dabei eine in möglichst weiten Grenzen einstellbare Federvorspannung. Und da ist das Premium-Federbein gegenüber dem alten luftunterstützen Teil ein deutlicher Fortschritt.
Gruß
Karl
Ich glaube nicht, dass ich mich irren kann. Denn als ich glaubte mich zu irren, hatte ich mich geirrt
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Gruß
Karl